Förderungen

 

Förderungen Land Steiermark ab 1. Jänner 2021

 

Mit 1. Jänner 2021 sind die neuen Ökoförderrichtlinien des Landes Steiermark für Biomasse-, Solarthermieanlagen sowie Wärmepumpen in Kraft getreten. Diese Förderaktion läuft bis zum 31.12.2021 bzw. solange Budgetmittel verfügbar sind. Die Förderung ist mit max. 30 % der anrechenbaren Investitionskosten (inkl. USt.) begrenzt, bei möglichem Vorsteuerabzug ohne USt. Lieferungen und Leistungen für neue Förderanträge können ab 1.1.2021 berücksichtigt werden.

 

Die wesentlichen Förderinformationen:

Förderungsfähig ist der Tausch von bestehenden Heizungsanlagen, wenn fossile Brennstoffe wie Kohle, Koks, Heizöl, Erd- oder Flüssiggas sowie Stromheizungen ersetzt werden. Neubauten können nicht gefördert werden (Ausnahme: Solarthermische Anlagen).

 

1. Förderungen Biomasseheizungen:

a) Vollautomatische Pellets- und Hackgutfeuerungen werden mit € 3.600,-- gefördert.

Zuschlag für Hygieneschichtladespeicher (innen- oder außenliegender Wärmetauscher) € 100,--.

 

In der Stadt Graz ist bei Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe über 8 kW Nennheizleistung der erhöhte Staubemissionsgrenzwert von 4,0 g pro m² Bruttogeschoßfläche und Jahr einzuhalten.

Für die sonstigen Gemeinden im Großraum Graz (Feldkirchen bei Graz, Gössendorf, Hart bei Graz, Hausmannstätten, Raaba-Grambach, Seiersberg-Pirka) gilt diese Anforderung sinngemäß als Förderungsvoraussetzung.

 

b) Scheitholzgebläse- und Kombikessel werden mit € 2.000,-- gefördert.

Zuschlag für Hygieneschichtladespeicher (innen- oder außenliegender Wärmetauscher) € 100,--.

Zuschlag für vollautomatischen Betrieb € 100,--.

Zuschlag für Lagerbevorratung, die ein Auffüllen höchstens 2x jährlich erfordert € 100,--.

 

Diese Förderung kann im Großraum Graz (Stadt Graz, Feldkirchen bei Graz, Gössendorf, Hart bei Graz, Hausmannstätten, Raaba-Grambach, Seiersberg-Pirka) nicht in Anspruch genommen werden. Der Heizungstausch ist bei Feuerungsanlagen ab 8 kW Leistung laut Steiermärkischem Baugesetz im Rahmen des vereinfachten Verfahrens mit der Gemeinde abzuwickeln. Der diesbezügliche Baubescheid ist bei der Förderabwicklung nicht mehr beizulegen.

 

Technische Anforderungen bzw. erforderliche Unterlagen:

  • Es müssen die Emissionsgrenzwerte der Umweltzeichenrichtlinie (UZ 37) und ein Kesselwirkungsgrad von mind. 85 % eingehalten werden. Liste der förderfähigen Kesseltypen ist unter www.wohnbau.steiermark.at - Ökoförderungen online zu finden.
  • Es ist das Beratungsprotokoll einer sogenannten „Energiesparberatung“ des Landes Steiermark (vor Errichtung der Anlage durchzuführen) oder alternativ ein Energieausweis (nicht älter als 10 Jahre) beizubringen.  
  • Anlässlich der Erstinbetriebnahme sind gemäß § 32 Stmk. Feuerungsanlagengesetz 2016 von der prüfberechtigten Person (Rauchfangkehrermeister) die Daten des Prüfprotokolls der Landesregierung zur Verarbeitung in einer zentralen Datenbank zu übermitteln. Die dabei automatisch erstellte Anlagennummer ist dem Förderantrag beizulegen.

 

2. Förderungen Solarthermieanlagen:

Förderungsfähig sind Investitionen in neue solarthermische Anlagen sowie in neue wasserbasierende Hybridanlagen. Solarthermieanlagen sind bei Bestandsgebäuden und im Neubau förderfähig. Die installierte Bruttokollektorfläche muss mindestens 4 m2 betragen bzw. ist der Bruttoflächennachweis mittels Kollektorprüfbericht beizulegen.
Förderungshöhen wie bisher:

Bis 10 m2 Kollektorfläche € 150,--/m2

Für jeden weiteren m2 Kollektorfläche € 100,--/m2

Zuschlag für Hybridkollektoren € 50,--/m2

 

Förderobergrenzen (Deckelung) ohne Heizungseinbindung:

  • Ein- und Zweifamilienwohnhaus max. € 2.000,--
  • Ab drei Wohneinheiten € 1.800,--, sowie plus € 300,-- pro weiterer WE
  • Sondernutzung, unternehmerische Nutzung € 5.000,--

Die notwendigen Kollektor-Zertifizierungen bzw. Förderunterlagen bleiben wie bisher.

 

3. Förderungen Wärmepumpen:

Wärmepumpenanlagen (Grundwasser- und Erdwärmepumpen) werden mit € 3.600,-- gefördert. Luftwärmepumpen werden mit € 1.000,-- gefördert.

Für Luftwärmepumpenanlagen ist ein Zuschlag von € 500,-- bei Errichtung einer Photovoltaikanlage mit mindestens 2 kWp und mindestens 1 kWp pro 5 kW Nennleistung der Wärmepumpe (bei A2W35) möglich.

Es ist das Beratungsprotokoll einer sogenannten „Energiesparberatung“ des Landes Steiermark (vor Errichtung der Anlage durchzuführen) oder alternativ ein Energieausweis (nicht älter als 10 Jahre) beizubringen.  

 

Technische Vorgaben für Wärmepumpen:

  • Die Wärmepumpe muss den EHPA-Gütesiegelkriterien entsprechen. Eine Liste förderungsfähiger Wärmepumpen ist unter www.wohnbau.steiermark.at - Ökoförderungen online zu finden.
  • Anlagen mit einem GWP unter 1.500 erhalten die volle Förderung. Anlagen mit einem GWP über 2.000 werden nicht gefördert. Bei Anlagen mit einem Kältemittel mit einem GWP zwischen 1.500 und 2.000 wird die Förderung um 20 % reduziert.
  • Die Vorlauftemperatur des Wärmeabgabesystems darf höchstens 40° C betragen – schriftliche Bestätigung durch den befugten Installateursbetrieb notwendig.
  • Nach wie vor ist eine Zertifizierung zum Wärmepumpen-Installateur erforderlich.

 

Details unter: https://wohnbau.steiermark.at/oekofoerderungen

 

 

Individuelle Gemeinde-Förderungen

Die Förderhöhe für Biomasseheizungen, Solaranlagen, Wärmepumpen etc. sind von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich. Bitte informieren Sie sich diesbezüglich in Ihrem Gemeindeamt.

 

 

Bei jeder Förderung gilt: Die Antragstellung muss VOR der Investition bei den beauftragten Einreichstellen eingehen. Weitere Informationen und Bedingungen entnehmen Sie bitte den jeweiligen Homepages. Angaben ohne Gewähr.

Weitere Informationen und Antragstellung bei den Energieberatungsstellen Weiz bzw. Judenburg.