Förderungen

5.000 Euro "Raus aus dem Öl"-Bonus der Bundesregierung

Mit der Aktion „Raus aus dem Öl“ 2020 wird der Ersatz eines fossilen Heizungssystems durch eine klimafreundliche Technologie im privaten Wohnbau gefördert.

Die Förderung beträgt bis zu 5.000 Euro. Es können max. 30 % der förderungsfähigen Kosten gefördert werden.

Siehe Antrags-Link: https://www.meinefoerderung.at/webprivate/hzt/

Allgemeine Info:  

Anträge können ab 11.05.2020 bis 31.12.2020 ausschließlich online gestellt werden. Jedoch nur solange Budgetmittel zur Verfügung stehen (für 2020 sind € 100 Mio. bereitgestellt).

  • Es werden Leistungen ab 01.01.2020 anerkannt
  • Sie benötigen für Ihre Antragstellung entweder einen gültigen Energieausweis (nicht älter als 10 Jahre), oder ein Beratungsprotokoll (Vor-Ort „Ich tu´s Energiesparberatung Land Steiermark“) z.B. von der Regionalenergie Steiermark
  • Es können alle Biomasseheizungen (Pellets- Hackgut-, Stückholz- und Kombikessel) gefördert werden, welche der Umweltzeichenrichtlinie UZ 37 (Emissionsgrenzwerte im Vollastbetrieb sowie einen Kesselwirkungsgrad von mind. 85 %) entsprechen. Siehe förderfähige Kesselliste unter https://www.umweltfoerderung.at/index.php?id=697
  • Bei Ein-/Zweifamilienhäusern sind nur Kessel ≤ 100 kW förderfähig bzw. darf keine Anschlussmöglichkeit an eine hocheffiziente Nah-/Fernwärmeversorgung bestehen
  • Meldezettel sowie das Energieberatungsprotokoll sind spätestens beim Schritt 2 (Antragstellung) mit hochzuladen
  • Das Alter des bestehenden Kessels ist nicht relevant
  • Die Altanlage ist außer Betrieb zu nehmen    

Neues Einreichverfahren in 2 Schritten:  

Schritt 1 - Die Registrierung mit Ihrem baureifen bzw. bereits umgesetzten Projekt erfolgt ausschließlich online unter www.raus-aus-öl.at und ist ab 11.05.2020 so lange möglich wie Budgetmittel zur Verfügung stehen, längstens jedoch bis 31.12.2020. Durch die abgeschlossene Registrierung sind die Förderungsmittel für Ihr Projekt reserviert.

Schritt 2 - Die Antragstellung muss innerhalb von 20 Wochen nach der Registrierung erfolgen. Die Heizung muss zum Zeitpunkt der Antragstellung fertig installiert und abgerechnet sein. (Details auf der Homepage)  

Weitere Informationen:

Serviceteam "raus aus Öl"
Tel.: 01/31 6 31-264
sanierung@kommunalkredit.at
www.raus-aus-öl.at
www.umweltfoerderung.at    

Energiesparberatung:  

Die „Ich tu´s“ Energiesparberatungen können seit Anfang Mai 2020 unter Einhaltung von Sicherheits- und Abstandsbestimmungen wieder Vor-Ort durchgeführt werden. Auf Wunsch kann diese Beratung auch weiterhin telefonisch oder per Videokonferenz in Anspruch genommen werden.  

 

 

Förderungen Land Steiermark ab 1. Juni 2020

Die neuen Ökoförderrichtlinien des Landes Steiermark für Biomasseheizungen, Solarthermieanlagen sowie Wärmepumpen gelten ab den 1. Juni 2020. Für diese Förderaktion hat das Land Steiermark € 4 Mio. zur Verfügung gestellt und sie läuft bis zum 31.12.2020 bzw. solange Budgetmittel verfügbar sind. Die Förderung ist mit max. 30 % der anrechenbaren Investitionskosten (inkl. USt.) begrenzt (bei möglichem Vorsteuerabzug ohne USt.). Beispielvarianten für die Förderungen finden Sie in diesem PDF.

Lieferungen und Leistungen für neue Förderanträge können ab 1.3.2020 berücksichtigt werden – sofern sie den neuen Richtlinien des Landes Steiermark entsprechen. 

Da nur begrenzte Budgetmittel zur Verfügung stehen, empfiehlt es sich, rasch diesbezügliche Registrierungen vorzunehmen – das Registrierformular finden Sie hier

Die wichtigsten Änderungen: Förderungsfähig ist der Tausch von bestehenden Heizungsanlagen, wenn fossile Brennstoffe wie Kohle, Koks, Heizöl, Erd- oder Flüssiggas sowie Stromheizungen ersetzt werden. Neubauten können nicht mehr gefördert werden (Ausnahme: Solarthermische Anlagen).

 

1. Biomasseheizungen

  • Vollautomatische Biomassefeuerungen wie Pellets- oder Hackgutanlagen: € 3.600,-
  • Zuschlag für Hygieneschichtladespeicher (innen- oder außenliegender Wärmetauscher): € 100,-
  • Scheitholzgebläse- und Kombikessel: € 1.200,-
  • Zuschlag für Hygieneschichtladespeicher (innen- oder außenliegender Wärmetauscher): € 100,-
  • Zuschlag für vollautomatischen Betrieb: € 100,-
  • Zuschlag für Lagerbevorratung, die ein Auffüllen höchstens 2x jährlich erfordert: € 100,-

Technische Anforderungen bzw. erforderliche Unterlagen:

  • Emissionsgrenzwerte der Umweltzeichenrichtlinie (UZ 37) und ein Kesselwirkungsgrad von mind. 85 % müssen eingehalten werden. Liste der förderfähigen Kesseltypen ist zukünftig unter www.wohnbau.steiermark.at - Ökoförderungen zu finden.
  • Beratungsprotokoll einer sogenannten „Energiesparberatung“ des Landes Steiermark (vor Errichtung der Anlage durchzuführen) oder alternativ ein Energieausweis (nicht älter als 10 Jahre) ist beizubringen.
  • Eine Heizlastberechnung ist nicht mehr beizulegen
  • Anlässlich der Erstinbetriebnahme sind (gemäß § 32 Stmk. Feuerungsanlagengesetz 2016) von der prüfberechtigten Person (zB. Rauchfangkehrer oder Heizungsinstallateur) die Daten des Prüfprotokolls der Landesregierung zur Verarbeitung in einer zentralen Datenbank zu übermitteln. Die dabei automatisch erstellte Anlagennummer ist dem Förderantrag beizulegen.

 

2. Solarthermieanlagen

Förderungsfähig sind Investitionen in neue solarthermische Anlagen sowie in neue wasserbasierende Hybridanlagen. Solarthermieanlagen sind bei Bestandsgebäuden und im Neubau förderfähig. Die installierte Bruttokollektorfläche muss mind. 4 m² betragen bzw. ist der Bruttoflächennachweis mittels Kollektorprüfbericht beizulegen.

Förderungshöhen wie bisher:

  • Bis 10 m² Kollektorfläche: € 150,-/m²
  • Für jeden weiteren m² Kollektorfläche: € 100,-/m²
  • Zuschlag für Hybridkollektoren: € 50,-/m²  

Förderobergrenzen:

  • Ein- und Zweifamilienwohnhaus: max. € 2.000,-
  • Ab drei Wohneinheiten: € 1.800,- sowie plus € 300,- pro weiterer Wohneinheit
  • Sondernutzung, unternehmerische Nutzung: € 5.000,-

 

3. Wärmepumpen

Wärmepumpenanlagen (Grundwasser- und Erdwärmepumpen): € 2.800,-

Luftwärmepumpen sind nicht mehr förderbar. Für Wärmepumpenanlagen sind keine weiteren Zuschläge möglich.

Es ist das Beratungsprotokoll einer sogenannten „Energiesparberatung“ des Landes Steiermark (vor Errichtung der Anlage durchzuführen) oder alternativ ein Energieausweis (nicht älter als 10 Jahre) beizubringen. Eine Heizlastberechnung sowie die JAZ-Calc-Berechnung sind nicht mehr beizulegen.

Technische Vorgaben für Wärmepumpen:

  • Die Wärmepumpe muss den EHPA-Gütesiegelkriterien entsprechen. Eine Liste förderungsfähiger Wärmepumpen ist unter www.wohnbau.steiermark.at - Ökoförderungen zu finden.
  • Die Vorlauftemperatur des Wärmeabgabesystems darf höchstens 40° C betragen – schriftliche Bestätigung durch den befugten Installateursbetrieb    

 

4. Bisherige Effizienzzuschläge

Die bisherigen Effizienzzuschläge für folgende Maßnahmen:

  • Hydraulischen Abgleich
  • Hocheffizienzpumpen (sind ohnedies verpflichtend)
  • Ergänzende Maßnahmen (Dämmung von Heizungsrohren, Einbau von Heizkörper-Thermostatventilen)

entfallen ersatzlos.

Weiters entfällt der Zuschlag (bisher € 1.075,-) für die Kombination mit solarthermischen Anlagen beim Einbau von Schichtlade- oder Pufferspeichern.    

 

5. Für Heizungssysteme sind ab jetzt neu beizubringen:

  • Rechtskräftiger Baubescheid (in Kopie) bei Feuerungsanlagen über 8 kW bzw. Dokumentation der Meldung gemäß Steiermärkischem Baugesetz bei Feuerungsanlagen bis 8 kW Nennleistung.
  • Es empfiehlt sich, die geplante Heizungsanlage rasch bei der jeweiligen Gemeinde einzureichen!    

 

6. Tausch alter Holzheizungen nicht mehr förderfähig

Der Tausch von alten Holzheizungsanlagen auf neue moderne Holzheizungssysteme ist im Rahmen der Ökoförderungen des Landes Steiermark nicht mehr förderbar, sondern nur noch im Rahmen der „Kleinen Sanierung“ oder der „Umfassend energetischen Sanierung“ in der steirischen Wohnbauförderung in Form einer sehr guten Darlehensförderung. Siehe "Kleine Sanierung".

 

 

Individuelle Gemeinde-Förderungen

Die Förderhöhe für Biomasseheizungen, Solaranlagen, Wärmepumpen etc. sind von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich. Bitte informieren Sie sich diesbezüglich in Ihrem Gemeindeamt.

 

 

Bei jeder Förderung gilt: Die Antragstellung muss VOR der Investition bei den beauftragten Einreichstellen eingehen. Weitere Informationen und Bedingungen entnehmen Sie bitte den jeweiligen Homepages. Angaben ohne Gewähr.

Weitere Informationen und Antragstellung bei den Energieberatungsstellen Weiz bzw. Judenburg.